MOOC, MOOC, MOOC

Der Herbst naht! Wer’s nicht draußen fühlt, die morgendliche Kühle spürt, die abgeernteten Felder entdeckt, die klare Luft wahrnimmt, der merkt es im Internet.

Ja, tatsächlich!

Das Wintersemester beginnt und fast täglich treffe ich auf Einladungen zu MOOCs. Zunächst geschah es schleichend, fast unbemerkt. Hier mal eine eMail mit einem Hinweis, dort ein Blogpost. Doch jetzt kommen die „dicken Fische“ mit ihren Angeobtslisten, soeben war’s Stanford.

Wir sind ja mittlerweile Profis beim Stöbern in den Katalogen der Online-Shops – und kaufen dort dann oft mehr als geplant, egal ob es Bücher oder Schuhe sind. Ist und bleibt man immer „hungrig“, wenn man sich in der Glitzer- und Blinkwelt des WWW bewegt?

Und wie verhalte ich mich beim Stöbern in den Bildungsangeboten? Wäre dieses Thema nicht interessant, jenes Kursdesign innovativ und sollte ich das verschüttete Wissen nicht endlich auffrischen? So füllt sich denn mein Bildungswarenkorb. Es kostet ja nichts und geht so leicht von der Hand!

Aber halt! Ich setze meine wertvolle Ressource Zeit hier ein, oft ohne über den Umfang genaueres zu wissen. Wenn ich ein Buch kaufe, steht der Preis fest und wird mir deutlich angezeigt (egal ob offline oder online). Als ich mich gerade für den Online-Kurs registrierte, war mir der zeitliche Aufwand weder bekannt noch bewußt. Die Beschreibung war ausführlich und animierend, aber weder wann ich Zeit noch wie viel davon ich aufwenden müßte fehlten. Ich suchte und fand die Termine, um den erforderlichen Zeitaufwand kümmerte ich mich nicht.

Schon lange verwalte ich meine Termine elektronisch, schon wegen der bequemen Alarmfunktion. Doch warum habe ich bisher meine MOOC-Aufwandszeit hier bisher nie festgehalten?