Schatten fällt auf Lichtblick

Da die Preisbindung beim derzeitigen Stromanbieter zum Jahresende ausläuft und der Anbieter wahrlich kein Öko- oder Billiganbieter ist, steht ein Wechsel an.

Folgende Kriterien sind mir wichtig:

  1. Es sollte ein echter Ökoanbieter sein, der auch den Ausbau erneuerbarer Energien fördert.
  2. Der Grund- und Arbeitspreis sollte bezahlbar sein.
  3. Es sollte eine möglichst lange Preisgarantie geben.

Die gleichzeitige Erfüllung dieser drei Anforderungen stellt natürlich eine Kugelung des Würfels dar. Gibt jedoch ein Anbieter kein Preisgarantie, könnte man ja doch mal nach der Preisentwicklung ab dem 1.1. fragen.

Die Antwort vom 12.10. lautete: „Uns liegen noch keine Informationen über eventuelle Preisänderungen vor.“

So nimmt der Gutmensch also den ganzen ökologischen Mut zusammen und wechselt zum hochgelobten Ökoanbieter. Das gute Gewissen läßt die Bedenken wegen des etwas höheren Preises und der Unsicherheit über die Preisentwicklung verblassen.

Mit Datum vom 10.11. kommt ein herzliches Willkommen vom neuen Versorger, ab 1.1. belichtet man mit Ökostrom. Welch wohliges Gefühl!

Kaum tauchen in den Medien Meldungen und Kommentare über die nächste unverschämte Preisrunde der Stromversorger auf, flattert mit Datum vom 13.11. die Preiserhöhung ins Haus. Der Grundpreis z.B. steigt um schlanke 12,6%. In der Süddeutschen wird die Preisrunde als dreist bezeichnet, meine Gedanken verschweige ich hier lieber.

Was am meisten schmerzt, ist das verlorene Vertrauen in den ehrlichen Geschäftspartner auf der anderen Seite in einer Zeit, in der man an jeder Ecke den Betrug, den Nepp und die Abzocke wittert.

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